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Das Labyrinth als Metapher

Das Labyrinth als Metapher - Imaginative Traumatherapie


Seit vielen Jahren schon faszinieren und begleiten mich Labyrinthe in ihren vielfältigen Formen.
In meiner psychodramatischen Ausbildung wurde mir die Parallelität zum psychotherapeutischen Prozess bewusst und beeindruckte mich zutiefst. Als Archetypus für Transformationsprozesse veranschaulicht das Labyrinth auf einzigartige Weise die vielfältigen persönlichen Lebens- und Veränderungsprozesse von Menschen.


Seit Jahrtausenden existieren Labyrinthe in unterschiedlichen Formen überall auf der Welt. Es sind Orte, an denen verschiedenste Rituale gefeiert wurden - Orte der Meditation und der Transformation. Nicht zu verwechseln mit dem erst wesentlich später geschaffenen sog. Irrgarten, ist das Labyrinth in seinem Ursprung ein heil-ig-er Ort, dessen Anordnung der Wege diesen Prozess von Transformation und Umwandlung nachzeichnet. Es gibt in ihm keine Gradlinigkeit, keine Linearität, Richtungen müssen gewechselt werden, unsere Orientierung geht verloren...

Gleichzeitig gibt es aber auch Trost, denn es ist kein geschlossener Kreis, aus dem es kein Entrinnen gibt, sondern es existiert ein Ausweg, auf den wir vertrauen können. Doch wir sind nicht in der Lage, diesen wahrzunehmen, solange der Prozess des Voranschreitens andauert. Wir sehen unser Ziel nicht, im Gegenteil, es entsteht in uns das Gefühl, hin- und herzulaufen, oder einen Weg zu beschreiten, der in eine Sackgasse mündet. Und immer erst im Weitergehen erkennen wir, dass es tatsächlich weiter geht...  Denn das Einlassen auf diesen Prozess und das Sich anvertrauen führt auf diesen vielen scheinbaren Umwegen doch letztlich zum Kern, zum Zentrum. Hier begegnen wir uns in unserem eigentlichen Sein, unserem tiefsten Kern, unserer göttlichen/überpersönlichen  Daseinsebene. Hier findet die innere Umwandlung statt, durch die wir inneren Frieden finden und unser Leben (wieder) zu unserem eigenen werden lassen. Und in diesem Gewahrsein können wir den Weg hinausgehen in die Welt.


Dieser Weg durchs Labyrinth erscheint mir als eine treffende Metapher für einen gelungenen therapeutischen (Heilungs-) Prozess, so wie ich ihn in meiner psychotherapeutischen Arbeit verstehe. Das Symbol des Labyrinths auf diesen Seiten soll als Erinnerung daran und als (innere) Orientierung dienen.

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