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Komplextraumatisierungen und Rituelle Gewalt

Komplextraumatisierungen und Rituelle Gewalt - Imaginative Traumatherapie

 
Komplextraumatisierung:

Sie entsteht vor allem bei langandauernden Extrembelastungen durch körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt, insbesondere im (frühen) Kindes- und Jugendalter. Eingeschlossen ist dabei häufig das Erleben von (teils sadistischer) Folter und/oder lebensbedrohlicher Situationen und Todesangst.

 Mögliche Symptome sind laut ICD 10:
" feindliche oder misstrauische Haltung gegenüber der Welt, sozialer Rückzug, Gefühle der Leere oder Hoffnungslosigkeit, ein chronisches Gefühl der Anspannung wie bei ständigem Bedrohtsein und Entfremdungsgefühl".
Weitere Symptome sind häufig Schwierigkeiten in der Affektregulation, Somatisierungen, selbstverletzendes Verhalten (einschl. Suizidalität), dissoziative Störungen bis zur strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit (z.B. DIS - Dissoziative Identitätsstörung), Amnesien und Symptome, die auch bei PTBS (Posttraumatische Belastungsstörungen) entstehen, wie Angst- und Panikattacken, flashbacks, Depressionen, Schuld- und Schamgefühle, Schwierigkeiten mit Nähe und Distanz in Beziehungen usw.

 
Definition von Ritueller Gewalt:

„Rituelle Gewalt ist eine schwere Form der Misshandlung von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Intention ist die Traumatisierung der Opfer. Rituelle Gewalt umfasst physische, sexuelle und psychische Formen von Gewalt, die planmäßig und zielgerichtet im Rahmen von Zeremonien ausgeübt werden. Diese Zeremonien können einen ideologischen Hintergrund haben oder auch zum Zwecke der Täuschung und Einschüchterung inszeniert sein. Dabei werden Symbole, Tätigkeiten oder Rituale eingesetzt, die den Anschein von Religiösität, Magie oder übernatürlichen Bedeutungen haben. Ziel ist es, die Opfer zu verwirren, in Angst zu versetzen, gewaltsam einzuschüchtern und mit religiösen, spirituellen oder weltanschaulich-religiösen Glaubensvorstellungen zu indoktrinieren. Meist handelt es sich bei rituellen Gewalterfahrungen nicht um singuläre Ereignisse, sondern um Geschehnisse, die über einen längeren Zeitraum wiederholt werden.“
(Definition nach Becker und Fröhling 1998 zitiert in  Handbuch „Rituelle Gewalt“ S. 11)

 

Als Einführung in das Thema Rituelle Gewalt weise ich auf die folgenden Videos bei Youtube hin:

 

 

 

 
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