Cookies auf unserer Seite.

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Ein Cookie ist ein kurzes Text-Snippet, das von unserer Website an Ihren Browser gesendet wird. Es speichert Informationen zu Ihrem letzten Besuch. So finden Sie sich auf unserer Website schneller zurecht und nutzen sie effektiver, wenn Sie sie das nächste Mal aufrufen.

Akzeptieren

Psychotherapeutische Arbeit mit Inneren Selbst-Anteilen

Psychotherapeutische Arbeit mit Inneren Selbst-Anteilen - Imaginative Traumatherapie


Die Therapie mit inneren Selbstanteilen begründet sich auf der Erfahrung, dass die menschliche Persönlichkeit aus verschiedenen Ich-Anteilen und inneren Zuständen besteht, die einhergehen mit unterschiedlichen Beziehungs- und Verhaltensmustern. Diese Ich-Anteile unterscheiden sich in ihrer Wahrnehmung, ihren Gefühlen, inneren Haltungen und Überzeugungen und auch in ihren Handlungsimpulsen. Sie entsprechen oft verschiedenen Altersstufen (z.B. kindliche und jugendliche Anteile) und sind geprägt von spezifischen Lebenserfahrungen und/oder -ereignissen.
Aktuelle Lebenssituationen, die diese früheren Erfahrungen in uns auslösen, können dazu führen, dass wir dann nicht mehr als Erwachsene reagieren, sondern mit einem kindlichen Anteil antworten, was zu unangemessenen Verhaltensweisen und zu inneren wie äußeren Konflikten führen kann.


In anderen Fällen entstehen Ich-Anteile, die eine abwertende, verachtende und/oder (selbst-) zerstörerisch wirkende Haltung entwickelt haben oder die Gefühle und Haltungen zum Ausdruck bringen, die abgelehnt werden und mit denen sich die Betreffenden nicht identifizieren können/wollen (z.B. Hilflosigkeit, Schwäche, Ohnmacht, Schuld usw.)


So entstehen innere Kämpfe, die als überaus belastend und unheilvoll erlebt werden und zu unterschiedlichsten (auch psychosomatischen) Symptomen führen können. Wichtig im Umgang mit diesen Selbst-Anteilen ist gerade in diesem Zusammenhang eine klare Ressourcenorientierung: Jeder Ich-Anteil ist entstanden, um sich der jeweiligen Umgebung anzupassen, hatte also zumindest im Entstehungszeitraum eine stabilisierende und insofern hilfreiche Funktion, die immer dem (psychischen) Überleben des Individuums dient (gedient hat). Dies gilt im besonderen Maße bei (sexuellen) Traumatisierungen. Insofern ist die zugrunde liegende Absicht jedes Ich-Anteils nie eine schadende, auch wenn das konkrete Verhalten in der Gegenwart hemmend, blockierend und nicht heilsam erscheint. In diesem Verständnis ist es wenig sinnvoll, ein in der Kindheit durch beeinträchtigende Einflüsse entstandener Ich-Anteil als Defizit wahrzunehmen, sondern es verdient – unabhängig von seinem Erscheinungsbild – unsere Wertschätzung und Anerkennung.


Erst durch diese wohlwollende und akzeptierende Haltung ist eine Integration möglich, die die unterschiedlichen Anteile zu einem funktionierenden und selbstachtenden Team werden lässt, das niemanden abweist oder bekämpft. D.h. alle Ich-Anteile haben eine Existenzberechtigung, kein Anteil wird ausgegrenzt. Durch die wertschätzende Auseinandersetzung mit ihnen können ihre oftmals wertvollen Erfahrungen und Fähigkeiten sichtbar werden, die durch eine Integration (neu) genutzt werden können.
Dazu ist es i.d.R. erforderlich, die Funktion dieser Selbst-Anteile in der Gegenwart zu überprüfen und ggf. zu verändern. Dies kann im unmittelbaren Kontakt zu dem jeweiligen Anteil geschehen. Auf diese Weise werden innere Unvereinbarkeiten aufgelöst, alte, überholte Überlebensstrategien werden gegenwartsbezogen umgewandelt und inneres Einverständnis und innerer Frieden kann entstehen.

TOP